Wirkt zertifizierte Naturkosmetik genauso wie Hightech-Kosmetik?

Als moderne Kosmetik Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, unterschied man nicht zwischen Naturkosmetik und Nicht-Naturkosmetik. Zu Zeiten von Helena Rubinstein (1870–1965) oder Elizabeth Arden (1878–1966) war es das erklärte Ziel, mit verfügbaren Mitteln eine gute Pflege für die Haut zu entwickeln, die in ein ganzheitliches Wohlfühlkonzept eingebunden ist. Schon damals war es üblich, natürliche Substanzen wie Mixturen von
Kräutern, Mandelöl und Rinderfett oder Erzeugnisse der Petrochemie zu kombinieren. Als schließlich damit begonnen wurde, Grundsubstanzen chemisch zu veredeln, entstand der Gedanke, die Hautpflege zu perfektionieren. Trotzdem ging den Menschen der Bezug zur Natur nie verloren. Naturkosmetik boomt. Doch die Frage bleibt.  Wirkt zertifizierte Naturkosmetik genauso wie Hightech-Kosmetik?

Hightech-Kosmetik: maßgeschneidert mit Substanzen aus dem Reagenzglas

naturkosmetik-substanzen

Neben der Naturkosmetik gibt es die synthetische Kosmetik aus der chemischen Industrie – auch Hightech-Kosmetik genannt. „Hightech“ deshalb, weil sie mit chemischen Methoden und vielen Substanzen im Reagenzglas maßgeschneidert hergestellt wird. „Hightech“ aber auch deshalb, weil viele Verbraucher davon ausgehen, dass diese

Substanzen in biochemischen Prozessen intensiv auf unsere Haut einwirken. Als sich naturkosmetische Produkte gerade etablierten, war dieser Gedanke sicherlich nicht falsch. Naturkosmetik bestand zu dieser Zeit vorrangig aus vorhandenen Pflanzenölen bzw. Fettsäuren, einfachen pflanzlichen Extrakten, Wasser und Emulgatoren.

Was ist der Status quo? Sind die Unterschiede im Wirkungsspektrum zwischen zertifizierter Naturkosmetik und Hightech-Kosmetik immer noch so groß?

Auf Augenhöhe

Sehr viele Pflanzen sind botanisch klassifiziert und in ihren Einzelsubstanzen sehr gut untersucht. Häufig sind sie auch in kbA-Qualität (kontrolliert biologischer Anbau) erhältlich. Mittlerweile hat sich eine ausgeprägte Industrie entwickelt, die sich darauf spezialisiert hat, die Wirkung von Naturstoffen zu untersuchen.

Pflanzliche Hightech-Wirkstoffe

Zahlreiche pflanzliche Substanzgemische in Form von natürlichen Hightech-Wirkstoffen werden heute von vielen Unternehmen für Rohstoffe untersucht und so aufbereitet, dass sie als hochwirksame Wirkstoffe für Naturkosmetik eingesetzt werden können.

 

Kurzum: Es scheint möglich, dass es bei der Wirkung der Einzelsubstanzen im komplexen Substanzgemisch Synergien gibt.  

Biotechnologische Methoden

Wir sind heute in der Lage, mit biotechnologischen Methoden bedeutende Wirkstoffe herzustellen. Für diesen Herstellungsprozess züchtet man geeignete Bakterien (in diesen Bereich fällt z.B. auch die Hyaluronsäure). Bakterien kommen aber auch zum Einsatz, um Substanzgemische aufzubereiten – z.B. Pflanzenextrakte wie Sorbus Aucuparia Fruit (Beeren der Eberesche), Aloe Vera Leaf (Aloe vera-,Blätter) oder Arundinaria Gigantea Leaf (Bambus-Blätter) zu fermentieren.

Auch die Bakterien selbst, die die unterschiedlichsten Lebensräume besiedeln, erforscht man und setzt ihre Glykoproteine, Proteine und Peptide als kosmetische Wirkstoffe ein. Z.B. wird aus dem Bakterium Pseudoalteromonas Antarctica (aus der Antarktis) ein komplexes Substanzgemisch erzeugt, das aus einer Mischung von Glycoproteinen besteht. Diese sorgt laut Studien für erstaunliche Eigenschaften: Sie restrukturiert die Haut, regt die Kollagensynthese an, heilt Wunden und hat eine Anti-Falten-Wirkung.

Fest steht: Wir dürfen gespannt sein – eine große Anzahl, von wirksamen Wirkstoffen sind bereit entdeckt zu werden, um in Naturkosmetik-Produkten eingesetzt zu werden.

Power aus der Natur

Es sind spannende Überlegungen: Kann man die auf die Haut aufgetragenen Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum vorrätig halten? Und lassen sich Substanzen durch die Hautbarriere an den Ort ihrer Wirkung schleusen, um biochemische Mechanismen zu regulieren?

Nanosome, die ca. 200 Nanometer groß sind, fungieren als Wirkstoffdepot auf der Hautoberfläche und erhöhen die Bioverfügbarkeit, indem sie der Haut die verkapselten Substanzen über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen.

Liposome können aber auch mit Pflanzenextrakten (z.B. aus Ringelblume, Süßholzwurzel, Magnolie, Weidenrinde oder Kulturgerste) beladen werden.

Das Problem der Konservierung

Ein entscheidender Grund, warum viele Wirkstoffe nicht in der zertifizierten Naturkosmetik zugelassen sind, ist die ihnen zugrunde liegende Konservierung. Auch bereits verfügbare Wirkstoffe für eine Formulierung müssen haltbar sein, bis sie zum Einsatz kommen. Häufig sind diese Konservierungsmittel synthetische Substanzen, weshalb auch der Wirkstoff nicht für die zertifizierte Naturkosmetik zugelassen ist.

Mit den erlaubten naturidentischen Konservierungsmitteln ist es inzwischen möglich, wertvolle Wirkstoffe für die zertifizierte Naturkosmetik zu konservieren. Damit gibt es eine Reihe von Substanzen, die der Hightech-Kosmetik in nichts nachstehen.

Fazit und Ausblick:
Zertifizierte Naturkosmetik wird attraktiver und wirkungsvoller und kann Hightech-Kosmetik auf Augenhöhe begegnen.
Naturkosmetik – Konservierung und Haltbarkeit. Zu diesem Thema erfahren Sie in der nächsten Mail mehr. Sollten Sie sich noch nicht angemeldet haben, Informationen und Angebote zu erhalten, können Sie das  hier  tun.

Hochwirksame Substanzen in der Naturkosmetik von Lacosmea-Produkten

Die Produkte von Lacosmea Cosmetics setzen im Bereich der Pflege für die reifere Haut (Anti-Aging-Pflege für alle Hauttypen) auf den Einsatz von feuchtigkeitsbewahrender Hyaluronsäure und reparierenden Feigenkaktusextrakt, der aus den Kaktusfrüchten gewonnen wird.
Diese Wirkstoffe und die Verwendung von weitern hochwetigen pflanzlichen Inhaltsstoffe, stärken die Selbstverteidigungsmechnismen der Haut und bringen sie in einen guten Zustand.
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